Ein Einblick in die Geschichte von Erlenbach

Die Zusammenfassung

Die Gegend wurde mindestens seit der späten Bronzezeit bewohnt, basierend auf archäologischen Funden. Im Jahr 1876 wurden vier Grabhügel aus der Bronzezeit (ca. 1550-1250 v. Chr.) entdeckt. 1981 wurden zwei typische Urnenfelder/ Kulturgräber aus der Zeit um 1000-800 v. Chr. gefunden.
Im 1. Jahrhundert n. Chr. erreichte das Römische Reich den gesamten Weg zum Main. Diese wässrige Strecke des Limes Germanicus wurde mit Castra verstärkt. Um die Römer zu meiden, verlegten die germanischen Völker ihre Siedlungen auf die andere Seite des Mains, die Ostseite oder das rechte Ufer. Nach dem Fall des Römischen Reiches dauerte es viele Jahre, bis die Franken im Jahr 531 in die Main-Region zogen und eigene Siedlungen übernahmen.

Die ersten Ländereien in Erlenbach wurden wahrscheinlich erst zwischen 800 und 950 geschaffen.
Um 1183 verlieh Kaiser Friedrich Barbarossa Erlenbach Marktrechte. Der kaiserliche Preis wurde mit einem Markt- und Freiheitszeichen sichtbar zum Ausdruck gebracht. Es zeigt ein großes Kreuz, auf dessen Spitze ein Hahn steht. Auf dem Querbalken erhebt sich auf der einen Seite eine Hand und auf der anderen ein Schwert. Die erhobene Hand machte deutlich, dass die Erlenbachbewohner unter dem besonderen Schutz des Kaisers standen und dass jeder, der sich dagegen aufstellen würde, mit dem erhobenen Schwert des Herrschers rechnen müsste.

Als die Römer gingen, kamen die Franken

Nördlich des heutigen Hermann-Staudinger-Gymnasiums befanden sich vier Grabhügel der ”Barrow-Bronzezeit”. Im Jahr 1981 wurden zwei typische Urnengräber aus der Zeit um 1000 – 800 v. Chr. während der Gartenarbeit in der Nähe des Krankenhauses gefunden. Beide Befunde beantworten nicht die Frage, ob es zu diesem Zeitpunkt bereits eine dauerhafte Vereinbarung gab. Es ist wahrscheinlicher, dass ethnische Migrantengruppen ihre Toten hier begraben haben.
Im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung erreichte das Römische Reich das Hauptgebiet, das als ”Nimes Limes” mit Burgen bestückt wurde. Als das Römische Reich zerfiel, ließen sich zuerst die Alemannen und später die Franken in dem Gebiet nieder. Die ersten Erlenbacher Höfe wurden vermutlich erst zwischen 800 und 950 n. Chr., also in Wörth, ursprünglich Erlenbach, erbaut.

Die ”Freiheit der Erlenbacher” und das Erlenbacher Wappen

Der Legende nach ließ der Kaiser Friedrich Barbarossa um das Jahr 1183 die Stadt Erlenbach zu einer ”freien Reichsstadt” mit eigener Gerichtsbarkeit werden und gewährte ihm ”Marktkonformität”, weil ihn Erlenbacher Wächter retteten, die er als seine Feinde bezeichnet hatte. Dieser imperiale Preis ist ein Zeichen der Marktfreiheit und der Meinungsfreiheit.
Das neu verliehene Wappen basiert auf zwei Siegeln, die nachweislich in der Zeit von 1722 – 1810 ​​das Dorf Erlenbach führten und deren Bilder sich entsprechen. Beide zeigen den Reichsadler mit zwei Köpfen und die Buchstaben E und B (Erlenbach), einer hält in seiner rechten Klaue einen Reichsapfel und in der linken ein Schwert und über den Adlerköpfen sieht man einen Kurfürstenhut.

Vom Mainzer Rad zum bayerischen Löwen

Das Dorf Erlenbach, das ursprünglich zur Herrschaft Klingenberg gehörte, stand seit Ende des Mittelalters unter kurmainzischer Herrschaft, die in der napoleonischen Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts ihr Ende fand. Ab 1803 gehört der Ort zum Fürstentum Aschaffenburg, das später ein Teil des Großherzogtums Frankfurt war und es fiel nach der Niederlage Napoleons an Österreich. Im Austausch gegen Tirol und Vorarlberg kamen das Fürstentum Aschaffenburg und damit auch Erlenbach am 26.6.1814 zu Bayern.